| S T A L I N |
| Einführung |
| 1: Die Revolution |
| 2: Dorf und Fabrik |
| 3: Der große Terror |
| 4: Supermacht Sowjetunion |
| AKTUELLER FILM: |
| Überleben in Kabul - eine Stadt und ihre Frauen (2010) |
| Die Frauen von Kabul: |
| Film (2002) |
| Ausstellung (2003) |
| Foto-Ausstellung (2002) |
| Hilfsprojekt NAZO, Kabul |
| Tschadari & Buz Kaschi |
| Film (1989) |
| Ausstellung |
| Rezension |
| Weitere Filme |
| Frauen mit nie gehörten Namen |
| Mein Vater war ein Märtyrer |
| Afghanische Kinder träumen vom Frieden |
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Die Taliban hatten 1996 als erstes den Richterinnen Berufsverbot erteilt.Die neue Regierung hat dieses Verbot umgehend aufgehoben – nicht aber die alten Gesetze, die die Richterinnen nun weiterhin anwenden müssen. Nasrin erzählt, was das heißt: "Ein 18 jähriges Mädchen hat man mit einem Mann verlobt, den es nicht will. Das Mädchen verliebt sich in einen anderen Jungen. Seine Familie bittet nun darum, beide miteinander zu verloben. Aber der Vater des Mädchens will, dass es den von ihm gewählten Mann heiratet. Als das Mädchen merkt, dass es dagegen machtlos ist, flieht es mit dem zweiten Jungen. Weil das Mädchen inzwischen mit ihrem Geliebten geschlafen hat, wird sie wegen Ehebruchs angeklagt. Das war zur Zeit der Taliban. Das Mädchen sollte ausgepeitscht und der Jungen gesteinigt werden. Schließlich hat man auf diese Strafe verzichtet und sie zu 'nur' fünf Jahren Haft verurteilt. Während der politischen Veränderungen, dem Sturz der Taliban, zertrümmerten die Gefangenen das Gefängnistor und flohen. Auch das Mädchen. Später denkt sie: ich sollte den Jungen jetzt gesetzlich heiraten, wie es der Islam verlangt, und geht zum Gericht. Aber die zuständigen Richter sagen zu ihr: Du hast eine Straftat begangen, die musst Du auf jeden Fall zuerst absitzen. Und bis heute hat man nicht anders entschieden - auch die höchste Instanz hat die fünf Jahre Haft bestätigt. Das ist der unglaublichste Fall, für den ich mich momentan einsetze." |
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