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| Mein Vater war ein Märtyrer |
| Afghanische Kinder träumen vom Frieden |
Liebe im VernichtungskriegEin Film von Hartmut Kaminski, 1999 / 2000, 60 min. |
Ein Schicksal - eines von vielen, die im Film erzählt werden:Tatjana Kosoris lebt in Kiev, der Haupstadt der Ukraine. Dort arbeitete während des Krieges der Deutsche Friedrich Fechner aus Berlin, als Kommandant des Hauptbahnhofes. Er war in Deutschland verheiratet - verliebte sich aber in die junge, hübsche Ukrainerin, Tanjas Mutter Galina. Sie arbeitete in seinem Büro als Dolmetscherin und Chefsekretärin. So geschah es, daß Tanja in diesen Kriegswirren das Licht der Welt erblickte. Sie sagt dazu:
Erst als Tanja etwa 40 Jahre alt ist - sie ist bereits verheiratet und hat eigene Kinder - erfährt sie, daß ihr Vater ein Deutscher ist:
Im Film sehen wir: Eine Fotofolge in Überblendungen, die Tanja vom Baby bis zur jungen Frau älter werden läßt. Dazu der KOMMENTAR: Um später ihre Mutterliebe beweisen zu können, schießt sie diese Fotos, die zeigen, daß Tanja immer akkurat und hübsch gekleidet aussieht. Tanja wird am 7. Januar 1944 geboren. - Ein Kind von einem Deutschen zu bekommen - das bedeutet Kollaboration mit dem Feind. Diese "Verräter des Volkes" werden nach Sibirien in die GULAGS geschickt - oder gar erschossen. So schützt sich Tanjas Mutter mit einer List:

Die Arbeit an einem Dokumentarfilm führt häufig zu Verbindungen des Regisseurs zu seinen Interviewpartnern, die weit über die konkrete Filmarbeit hinaus gehen. Der Regisseur nimmt von seinem Gegenüber dessen Lebensgeschichte und Schicksal, bannt sie auf Zelluloid und Tonband, bürdet sich aber im Gegenzug dazu einiges auf. Über das Selbstverständliche hinaus - mit den Interviews verantwortlich, ehrlich und integer umzugehen - kommen einige Verpflichtungen hinzu. In diesem Film gaben viele Frauen und Männer das Interview nur, weil sie damit eine Hoffnung verbinden: den Vater zu finden oder zumindest über sein Schicksal etwas zu erfahren.
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